Juni 2018: Artikel in BVMW-Magazin "Der Mittelstand": Skandinavien - stabile Märkte mit Potential

„Es gibt viele Vorurteile in Deutschland hinsichtlich der geschäftlichen Rahmenbedingungen in Skandinavien (alles teuer, hohe Steuern) – die meisten sind falsch!“ Das Auslandsbüro Skandinavien des  BVMW unter Leitung von Benny E. Sørensen steht Interessenten mit Rat und Tat zur Seite.

Der Drang nach Norden ist derzeit enorm: Skandinavien bietet politische Stabilität, solide Märkte und rund 25 Millionen kaufkräftige Einwohner. Gerne richten deutsche Unternehmen deshalb ihren Blick auf Dänemark, Schweden, Norwegen oder Finnland und informieren sich bei den BVMW Business Days zum Thema: 40 solcher Skandinavien-Sprechtage sind für 2018 bundesweit geplant.

 

In einem einstündigen Gespräch sollen die zuvor genauestens ausgewählten Firmen darlegen, ob sie bereits eine konkrete Strategie für kommende Aktivitäten in Skandinavien haben: Gibt es schon Auslandserfahrung, wie ist die Marktposition in Deutschland, kann das Unternehmen eine Ausweitung in den hohen Norden finanziell stemmen?

 

Der BVMW im Erzgebirge hat gerade eine erfolgreiche Sprechtage-Veranstaltung unter der Leitung von Sylvia Mösch und Gerd Steinert in Chemnitz organisiert: Die teilnehmenden Unternehmen hatten sich auf den Sprechtag sehr gut vorbereitet und waren begeistert: „Der Sprechtag war äusserst interessant und bestätigt unser Vorhaben, weitere Akzente auf dem skandinavischen Markt zu setzen. Das vermittelte  Fachwissen und die Erfahrung haben uns einen tiefen Einblick gegeben, welche Möglichkeit und Potentiale hier noch bestehen, ” so Hendrik Herrbach von der REIMA AirConcept GmbH aus Meerane.

 

Auch beim BVMW Außenwirtschaftstag Skandinavien in Osnabrück konnte Sørensen erfolgreich Brücken Richtung Norden bauen: „Ich nehme mehr als erwartet vom Gespräch mit; in drei Monaten werden wir die Vorschläge mit dem BVMW Auslandsbüro Skandinavien umsetzen”, erklärte Timo Böttcher, Geschäftsführer der DENA Stahlbau GmbH & Co. KG, in Osnabrück.

 

Unternehmen, die im Norden Europas tätig werden wollen, müssen Veränderungsbereitschaft zeigen, denn in Skandinavien läuft vieles anders. Dabei muss natürlich Vertrauen aufgebaut und dem deutschen Bedarf an Sicherheit Rechnung getragen werden, um einen konstruktiven Dialog zu schaffen. Entscheidung und Risiko kann das Büro den Firmen natürlich nicht abnehmen, doch viele Stolpersteine beseitigen. Dazu gibt es für die Skandinavien-Interessierten ein sog. „Rundum-Sorglos-Paket“: Ob Marktanalyse, Vertriebspartnersuche, Etablierungsunterstützung, kostenlose Besuchsprogramme mit Steuer- und Rechtsberatern – der Rahmen wird hier gründlich und kompetent abgesteckt.



NEWS

DIGITALISIERUNG IN DÄNEMARK – WELTWEIT SPITZENREITER

Digitaler Kontakt zu Ärzten, elektronische Post vom Amt, online Bürgerämter, unbürokratische und schnelle Firmengründung im Internet - die Digitalisierung in Dänemark boomt, und zwar für Privatpersonen und Unternehmen! So kann sich Dänemark aktuell in den zwei führenden Entwicklungsindizes der Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission klar als die Nummer Eins positionieren. Besonders interessant ist hierbei der europäische Vergleich im sogenannten „Digital Economy and Society Index (DESI)“. Dieser Index ordnet die 28 europäischen Mitgliedstaaten in einer Rangfolge und macht sie somit untereinander vergleichbar. In der Vergangenheit war Dänemark hier stets der Spitzenreiter. Warum sind die Dänen also so führend in Fragen der Digitalisierung?

 

Digitalisierung in allen Bereichen gut vorbereitet

 Dies lässt sich daran erklären, dass Dänemark seit der Jahrhundertwende schon gezielt an der Digitalisierung des Landes arbeitet, um zum Beispiel die öffentliche Administration deutlich effizienter zu gestalten. Auf speziellen Internetseiten werden so jeweils für Privatpersonen oder Unternehmen zentrale Anlaufstellen eingerichtet. So ist es Bürgern oder Unternehmen heute schon möglich, sich mit Hilfe eines „digitalen Ausweises“ anzumelden und somit die Schulanmeldung des Kindes oder die Angabe der Mehrwertsteuer von zu Hause aus durchzuführen. Mit Hilfe derartiger Portale wurde erreicht, dass heute schon 87% aller Anträge in Dänemark digital gestellt werden. 

 

Unternehmen und Privatpersonen profitieren

 Unternehmen in Dänemark profitieren also von einer der weltweit besten digitalen Infrastrukturen. Allein die Tatsache, dass es in Dänemark nur 2 Stunden dauert, eine Firma zu gründen (in Deutschland 6 Wochen) zeigt, wie großdie Unterschiede derzeit sind. Weder Unternehmen, noch Privatpersonen bekommen in Dänemark noch Post von öffentlichen Ämtern – hier hat die digitale Welt wirklich Einzug gehalten!

So kommt es nicht von ungefähr, dass ein Großkonzern wie Apple derzeit eines seiner zwei neuen europäischen Rechenzentren ausgerechnet bei Viborg in Mittjütland errichtet und noch ein weiteres plant. Auch Google denkt an den Bau eines Rechenzentrums in Dänemark – weitere sind vorgesehen, insgesamt gar sechs Zentren! Das untermauert nicht nur die gute digitale Infrastruktur, es sichert auch eine hohe Stabilität bei der Energieversorgung im Lande.

 

Innovative Ideen und Vereinfachung der Prozesse

 Diesen rasenden Prozess auf unternehmerischer Seite zu begleiten, sorgt jedoch auch für viele Herausforderungen, wie zum Beispiel eine adäquate Mitarbeiterschulung im Digitalen zu gewährleisten. Doch auch auf den ersten Blick große Aufgaben können dänemark-typisch mit innovativen Ideen und neuen Produkten gelöst werden,wie die Firma Kelsa Media beweist. Dieses Unternehmen hat sich der Marktnische bedient, übersichtliche und an Alltagssituationen orientierte Informationsvideos (u.a. zum Thema Datenschutzverordnung) auf humorvolle Art zu produzieren und liefert dänemarkweit, aber auch international  leicht verständliches Schulungsmaterial - so kann man ein kompliziertes, eher trockenes Thema visuell vereinfacht und ansprechend darstellen (siehe Link unten).

 

Dänemark als Partnerland bei der „Smart Country Convention“

 Abschließend ist zu nennen, dass nun auch die Bundesregierung beschlossen hat, massive und von Unternehmen lang geforderte Investitionen im Bereich der Digitalisierung zu tätigen. Hier bietet Dänemark mittlerweile erprobte Konzepte und Lösungen, sodass hier alle dargelegten Erfahrungswerte abgegriffen werden können. Im November dieses Jahres wird eine dänische Delegation angeführt von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen im Rahmen der „Smart Country Convention“ nach Berlin reisen. Dänemark ist Partnerland dieses Events, der vom 20.-22. November 2018 stattfindet (https://www.smartcountry.berlin/). Die ”Smart Country Convention” bietet eine gute Gelegenheit, die erprobten dänischen Digitalkonzepte kennenzulernen und sich mit relevanten Partnern auszutauschen, u.a. mit Behörden, wie auch mit privaten dänischen Zulieferern. Diese machten es möglich, dass Dänemark eines der am meisten digitalisierten Länder der Welt ist. 

Die ”Smart Country Convention”wird vom Branchenverband Bitkom organisiert und hat zum Ziel, den Austausch zwischen Deutschland und Dänemark im Bereich der Digitalisierung nach vorne zu bringen. Es lässt sich also festhalten, dass es sich durchaus lohnt, die Möglichkeiten des dänischen Marktes zu erkunden. Hier bieten sich viele Kooperationsmöglichkeiten und Erfahrungswerte, von denen Deutschland schon kurzfristig profitieren könnte.

(Link: www.humorgegenhacking.de)

 

Skandinavien boomt

Immer mehr deutsche Firmen drängen nach Skandinavien, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Insgesamt 25 Millionen Einwohner, stabile wirtschaftliche und politische Verhältnisse sowie hohe Kaufkraft sorgen dafür, dass sich hier auch für BVMW-Mitglieder ein interessanter Markt sozusagen direkt vor der Haustür aufbaut.

Dabei ist Dänemark als Drehscheibe im Fokus, gerade was das Thema Ansiedlung betrifft, denn die Rahmenbedingungen dort sind sehr attraktiv.

Blickt man zur Mitte Jütlands, dann kristallisiert sich die Industrieregion in und um die dänische Stadt Herning mehr und mehr als kompetenter Partner für deutsche Firmen heraus, die in Dänemark - oder auch von dort aus in ganz Skandinavien - Fuß fassen wollen.

SØRENSEN - Connecting Markets hat als BVMW-Auslandsbüro Skandinavien bereits zahlreiche deutsche Unternehmen bei einem gratis Besuchsprogramm in Herning begleitet. Daraus ergaben sich erfolgreiche Niederlassungen, - weitere Unternehmen sind auf dem Sprung.

Herning steht dieser Tage nicht nur im Mittelpunkt des Business-Interesses, sondern macht auch in der Sport-Welt auf sich aufmerksam: Vom 4.-20. Mai finden die Eishockey-Weltmeisterschaften in der mitteljütischen Stadt sowie auch in Kopenhagen statt. Mehrere hunderttausend Zuschauer werden erwartet und Herning ist eifrig dabei, dieses Großereignis auch im eigenen Sinne zu vermarkten.

Ausgewählte Vertreter deutscher Firmen, auch Mitglieder des BVMW, die gerne das zuletzt bei Olympia so erfolgreiche deutsche Team (Vorrundenspiele in Herning) sehen wollen, bekommen die Möglichkeit eines gratis Tickets. Dazu gehört auch die Bewirtung während des Matches und die Teilnahme an einer Art Stammtisch, wo man unter Mitwirkung des BVMW-Auslandsbüros Skandinavien mit anderen deutschen Geschäftsleuten ausgiebig „netzwerken” kann. Hier mischen sich Sport und Business auf angenehme Art.

Deutsche Firmen sollten ihre Fühler also Richtung Skandinavien ausstrecken, wo sie einen leichten und unkomplizierten Zugang zum Markt mit einer qualifizierten Workforce vorfinden. Gerade auch in Dänemark, das als idealer ”Brückenkopf” für Aktivitäten in anderen skandinavischen Ländern fungieren kann, ist eine zügige Firmengründung ohne bürokratische Hindernisse machbar.

Erfolgreicher Sprechtag zum Markteintritt Skandinavien beim BVMW Osnabrück

„Mehr als erwartet…“

...mit diesem Fazit kamen die neun Unternehmer aus den strategischen Beratungsgesprächen des BVMW Außenwirtschaftstages mit Benny E. Sørensen. Ganz verschiedene Branchen mit unterschiedlichen Produkten, aber alle mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort Skandinavien als Expansionsmöglichkeit in Erwägung zu ziehen. Als gebürtiger Däne und versierter Kenner Skandinaviens, Inhaber des deutsch-dänischen Consultings Unternehmens „Sørensen - Connecting markets“ und Beauftragter des BVMW in Skandinavien konnte Sørensen ganz individuell und zielgerichtet alle Fragen beantworten, Prozesse erläutern und auch schon konkrete Angebote unterbreiten.

Sei es das projektierte Logistikcenter mit direkter Anbindung an den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel, wo deutsche Logistikunternehmen eine Ansiedlungsmöglichkeit finden oder ein offiziell koordinierter Besuch von dänischen Krankenhäusern, um dort medizinische Produkte vorzustellen und anzubieten.

„Wir verstehen uns als Geburtshelfer“, so Sørensen. „Wir beraten deutsche Firmen von der ersten Minute, beginnend mit einer Marktanalyse, über eine Handlungsempfehlung, bis hin zu allen formellen Gesprächen wie mit den Steuerberatern, Finanzämtern oder auch mal mit der Kommune.“ Die Voraussetzungen für Unternehmen sind aus wirtschaftlicher Sicht sehr attraktiv. Eine Körperschaftssteuer von nur 22%, keine Lohnnebenkosten und keinen Kündigungsschutz, dazu kommen stabile politische Verhältnisse und eine hohe Kaufkraft. Die Wirtschaft Skandinaviens bewegt sich in der europäischen Spitzenklasse. - Stephanie Bergmann, Marketing und Projektkoordinatorin, BVMW

Sehen Sie hier die Einladung zur Veranstaltung in Osnabrück (externer Link).

SØRENSEN - Connecting Markets ist nun offizieller Auslandsvertreter des BVMW in Skandinavien

Seit Juni 2016 stärken wir das Auslandsnetzwerk des Bundesverbandes für mittelständische Wirtschaft (BVMW) durch eine offizielle Auslandsvertretung in Skandinavien. Die Mitgliedschaft ist sowohl eine Bereicherung für deutsche Unternehmen, die auf den skandinavien Märkten tätig werden wollen als auch für die Erweiterung unseres deutsch-skandinavischen Expertennetzwerks.

Besuchen Sie unsere BVMW-Webseite hier (externer Link).